Verlustverrechnung Planer

Berechne, wie viele Kapitalgewinne du erzielen musst, um deine Kapitalverluste vor ihrem Ablauf zu verrechnen.

TL;DR

  • In Deutschland können Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden.
  • Sonstige Kapitalverluste (ETF, Anleihen) können mit sonstigen Kapitalerträgen verrechnet werden.
  • Verlustvortrag ist in Deutschland zeitlich unbegrenzt — aber nur innerhalb derselben Verlustkategorie.
  • Abgeltungsteuer: 25% + 5,5% Solidaritätszuschlag = 26,375%.
  • Plane den Ausgleich frühzeitig, um den Steuervorteil nicht zu verschenken.

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Standard: 26,375% (Abgeltungsteuer + Soli)

 

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Welche Instrumente kannst du nutzen?

In Deutschland gilt: Aktienverluste können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Sonstige Verluste (ETF, Anleihen, Derivate) mit sonstigen Kapitalerträgen.

Aktienverluste verrechenbar mit

  • Aktiengewinne(aus Verkauf von Einzelaktien)
  • Aktien-ETF Gewinne(gleiche Verlustkategorie)

Aktienverluste NICHT verrechenbar mit

  • Anleihen-Gewinne(andere Verlustkategorie)
  • Dividenden(separate Einkommenskategorie)
  • Zinsen(separate Einkommenskategorie)

⚠ Wichtig: Kategorientrennung in Deutschland

Das deutsche Steuerrecht trennt Aktienverluste von sonstigen Kapitalverlusten. Aktienverluste (§ 20 Abs. 6 EStG) können ausschließlich mit Aktiengewinnen verrechnet werden — nicht mit ETF-Gewinnen, Zinsen oder Dividenden. Sonstige Verluste hingegen können mit allen anderen Kapitalerträgen verrechnet werden.

Was ist Verlustverrechnung bei Kapitalgewinnen?

Wenn du ein Wertpapier unter deinem Einstandspreis verkaufst, realisierst du einen Kapitalverlust. In Deutschland können diese Verluste mit zukünftigen Gewinnen der gleichen Kategorie verrechnet werden — durch den Verlustvortrag zeitlich unbegrenzt. Das Finanzamt besteuert dann nur den Nettogewinn.

Aktienverluste vs. sonstige Verluste

Das deutsche Steuerrecht unterscheidet streng zwischen zwei Verlustkategorien: Aktienverluste (aus dem Verkauf von Einzelaktien) können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Sonstige Verluste (aus ETFs, Anleihen, Derivaten) können mit allen anderen positiven Kapitalerträgen verrechnet werden — Zinsen, Dividenden, sonstige Kursgewinne.

Wie plane ich die Verrechnung zeitlich?

Da der deutsche Verlustvortrag zeitlich unbegrenzt ist, besteht kein Ablaufdruck. Dennoch lohnt es sich, Verluste gezielt in Jahren mit hohen Gewinnen zu verrechnen, um die Steuerstundung optimal zu nutzen. Beachte: Verluste verfallen, wenn du keine Steuererklärung einreichst oder das Depot wechselst, ohne den Verlustbescheinigungsantrag zu stellen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange kann ich Verluste in Deutschland vortragen?

In Deutschland ist der Verlustvortrag für Kapitalverluste zeitlich unbegrenzt. Allerdings müssen Aktienverluste gesondert vorgetragen werden und können nur mit Aktiengewinnen verrechnet werden.

Was passiert bei einem Depotübertrag?

Bei einem Depotübertrag auf ein anderes Kreditinstitut werden Verlustverrechnungstöpfe NICHT übertragen. Du musst bis zum 15. Dezember eine "Verlustbescheinigung" beim abgebenden Institut beantragen, um die Verluste in der Steuererklärung geltend zu machen.

Können ETF-Verluste mit Aktiengewinnen verrechnet werden?

Nein. ETF-Verluste fallen in die Kategorie "sonstige Verluste" und können nicht mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Sie können aber mit Anleihengewinnen, Fondsgewinnen, Zinsen und sonstigen Kapitalerträgen verrechnet werden.

Wie hoch ist die Abgeltungsteuer 2026?

Die Abgeltungsteuer beträgt 25% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag, was einen effektiven Steuersatz von 26,375% ergibt. Für Mitglieder der Kirche kommt noch Kirchensteuer hinzu.

Kann DonkyCapital meine Verlustverrechnungstöpfe verfolgen?

Ja. DonkyCapital importiert Transaktionsdaten aller angebundenen Broker und berechnet automatisch Gewinne, Verluste und Verrechnungstöpfe in einer übersichtlichen Dashboard-Ansicht.

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