Portfolio-Analyse

Portfolio-Benchmark richtig nutzen Gegen MSCI World, S&P 500 und mehr

Kurz & Knapp

  • Ein Benchmark zeigt, ob dein Portfolio einen passiven Index schlägt — der wahre Test aktiven Investierens.
  • Passe den Benchmark deiner tatsächlichen Allocation an: ein 60/40-Portfolio braucht einen 60/40-Benchmark, nicht den S&P 500.
  • Alpha ist die Überrendite gegenüber dem Benchmark; Tracking Error misst, wie stark deine Renditen abweichen.
  • Hoher Tracking Error ohne Alpha ist das schlechteste Ergebnis — aktives Risiko ohne aktive Belohnung.
  • DonkyCapital überlagert deinen TWR mit jedem Benchmark auf einem interaktiven Chart mit Live-Alpha-Berechnung.

Die meisten Anleger verfolgen, wie viel ihr Portfolio wert ist. Weit weniger verfolgen, wie gut es tatsächlich im Vergleich zu einer realistischen Alternative abschneidet — einem passiven Indexfonds, den sie stattdessen hätten halten können. Diese Wissenslücke ist teuer. Benchmarking zeigt, ob deine Anlageentscheidungen — deine Aktienauswahl, deine Sektorwetten, deine aktiven ETF-Entscheidungen — tatsächlich Mehrwert schaffen, oder ob ein einfacher globaler Index-ETF mit weniger Aufwand und niedrigeren Gebühren besser gewesen wäre.

Dieser Leitfaden erklärt, was Portfolio-Benchmarks sind, wie du den richtigen für deine Asset-Allocation wählst, was Alpha und Tracking Error über deine Strategie aussagen, und wie DonkyCapitals Benchmark-Vergleichstool diese Analyse für jeden Privatanleger automatisch und kontinuierlich macht.

1. Was ist ein Portfolio-Benchmark und warum ist er wichtig?

Ein Benchmark ist ein Referenzindex, anhand dessen du die Performance deines Portfolios misst. Er beantwortet: Wie haben meine spezifischen Anlageentscheidungen abgeschnitten — verglichen damit, nichts Aktives zu tun und einfach den Markt zu halten? Hat dein Portfolio letztes Jahr 8% gebracht und ein relevanter Benchmark 12%, haben deine aktiven Entscheidungen dich 4 Prozentpunkte Rendite gekostet — das ist das wahre Performance-Urteil, egal wie gut sich 8% isoliert anfühlen. Diese Lücke — Alpha genannt wenn positiv und relative Underperformance wenn negativ — unterscheidet Anleger, die genuine Mehrwerte schaffen, von denen, die einfach an breiten Marktgewinnen teilhaben. Benchmarking entfernt den Wohlgefühlseffekt steigender Märkte und erzwingt ehrliche Bewertung. Ein Anleger, der +15% in einem Jahr erzielte, in dem der MSCI World um +22% stieg, sollte nicht zufrieden sein — er hat 7 Prozentpunkte underperformt. Umgekehrt hat ein Anleger, der -5% verlor, als Märkte -20% fielen, dramatisch outperformt. Ohne Benchmark sieht keiner der beiden Anleger das reale Bild.

2. Gängige Benchmarks für Privatanleger: MSCI World, S&P 500 und mehr

Die richtige Benchmark-Wahl beginnt damit, sie an die tatsächliche Zusammensetzung und das Risikoprofil deines Portfolios anzupassen. Die am häufigsten verwendeten Benchmarks für Privatanleger sind: S&P 500, der die 500 größten US-Unternehmen erfasst und am besten für Portfolios geeignet ist, die stark auf US-Aktien gewichtet sind; der MSCI World Index, der etwa 1.500 Large- und Mid-Cap-Aktien in 23 entwickelten Märkten abdeckt und der Standard-Benchmark für global diversifizierte Aktienportfolios ist; MSCI ACWI (All Country World Index), der rund 2.400 Aktien aus 24 Schwellenländern zum MSCI World-Universum hinzufügt; ein gemischter 60/40-Benchmark (typischerweise 60% MSCI World + 40% globaler Staatsanleihenindex), der die korrekte Referenz für ausgewogene Mischportfolios ist; und CPI oder ein inflationsgebundener Benchmark für sehr konservative Portfolios. Das kritische Prinzip: dein Benchmark muss widerspiegeln, was du als passive Alternative tatsächlich tun würdest. Hättest du MSCI World in einem Index-ETF gehalten, ist das dein Benchmark — nicht der S&P 500, selbst wenn dein Portfolio zufällig US-Aktien hält.

3. Den richtigen Benchmark für dein Portfolio wählen

Der häufigste und kostspieligste Benchmarking-Fehler ist der Vergleich eines gemischten oder konservativen Portfolios mit dem S&P 500 in Bullenmärkten. Ein Portfolio mit 40% Anleihen, 10% Gold und 50% Aktien wird fast immer einen 100%-Aktienindex underperformen, wenn Aktien stark steigen — aber das ist kein strategisches Versagen, es ist ein struktureller Unterschied im eingegangenen Risiko. Dein Benchmark sollte der tatsächlichen strategischen Asset-Allocation deines Portfolios entsprechen. Ein Portfolio von 60% Aktien / 30% Anleihen / 10% Rohstoffe sollte mit einem gemischten Benchmark mit annähernd gleichen Gewichtungen verglichen werden — etwa 60% MSCI World + 30% globaler Anleihenindex + 10% Rohstoffindex. In DonkyCapital kannst du einen benutzerdefinierten gemischten Benchmark mit beliebiger Indexkombination und beliebigen Gewichten definieren. Du legst ihn einmal fest und der Benchmark-Vergleich aktualisiert sich automatisch mit Kursbewegungen. Du kannst auch sofort zwischen mehreren gespeicherten Benchmarks wechseln — zum Beispiel dein Portfolio gleichzeitig gegen MSCI World und einen 60/40-Benchmark vergleichen.

4. Wie DonkyCapitals Benchmark-Vergleich funktioniert

DonkyCapital überlagert den Time-Weighted Return (TWR) deines Portfolios mit dem ausgewählten Benchmark auf einem interaktiven Performance-Chart. Der Chart richtet beide Serien vom selben Startdatum aus, sodass du immer einen fairen, äpfel-zu-äpfel-Vergleich siehst — dein TWR versus das, was der Benchmark über den identischen Zeitraum gebracht hat. Du kannst in jedes Zeitfenster hineinzoomen: 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, YTD, 1 Jahr, 3 Jahre oder einen vollständig benutzerdefinierten Datumsbereich. Das erlaubt dir zu analysieren, wie dein Portfolio in bestimmten Marktregimen abgeschnitten hat — zum Beispiel, wie gut du im Bärenmarkt 2022 gehalten hast versus wie du an der Erholung 2023 teilgenommen hast. Die Benchmark-Linie und die Portfolio-Linie divergieren und konvergieren im Chart und zeigen visuell genau, wann deine Strategie Wert im Vergleich zur passiven Alternative geschaffen oder vernichtet hat. Du siehst auch eine Live-Alpha-Zahl — die kumulative und annualisierte Überrendite deines Portfolios gegenüber dem Benchmark für den ausgewählten Zeitraum.

5. Alpha und Tracking Error interpretieren und was sie aussagen

Alpha ist die Überrendite deines Portfolios gegenüber seinem Benchmark, ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz. Positives Alpha — etwa +3% — bedeutet, dass deine aktiven Entscheidungen 3 Prozentpunkte Rendite über das hinaus generiert haben, was der Benchmark gebracht hätte. Das ist das Ziel jeder aktiven Anlagestrategie. Negatives Alpha bedeutet, dass du mit einfachem Indexkauf besser bedient gewesen wärst. Alpha allein erzählt jedoch nicht die ganze Geschichte. Ein Portfolio kann durch Glück positives Alpha haben, besonders über kurze Zeiträume. Um zu beurteilen, ob dein Alpha wahrscheinlich fortbesteht, musst du auch auf Konsistenz schauen: Wie viele rollende 12-Monats-Perioden zeigten positives Alpha, und wurde die Outperformance in verschiedenen Marktregimen erreicht oder nur in einem? Tracking Error ist die zweite Schlüsselkennzahl. Er misst die annualisierte Standardabweichung der Differenz zwischen Portfolio- und Benchmark-Renditen. Niedriger Tracking Error bedeutet, dein Portfolio verhält sich sehr ähnlich wie der Benchmark. Hoher Tracking Error bedeutet, dein Portfolio weicht erheblich ab — du machst konzentrierte Wetten. Das Problem entsteht, wenn ein Anleger hohen Tracking Error hat (konzentriertes aktives Risiko) aber null oder negatives Alpha (nicht dafür entschädigt wird). DonkyCapital zeigt beides, sodass du beurteilen kannst, ob das aktive Risiko entschädigt wird.

Häufig gestellte Fragen

Wie vergleiche ich mein Portfolio mit dem MSCI World in DonkyCapital?

Gehe in DonkyCapital zum Performance-Bereich und wähle MSCI World als Benchmark-Index. Das Dashboard überlagert sofort deinen TWR mit der MSCI World-Rendite auf einem synchronisierten Chart, vom selben Startdatum an. Du kannst jederzeit mit einem Klick zu jedem anderen Benchmark wechseln — S&P 500, MSCI ACWI, ein 60/40-Mix.

Kann ich mein Portfolio mit mehreren Benchmarks gleichzeitig vergleichen?

Ja. DonkyCapital ermöglicht dir, mehrere Benchmark-Linien auf demselben Performance-Chart gleichzeitig auszuwählen. Das ist nützlich, wenn du sehen möchtest, wie dein Portfolio zwischen zwei Referenzpunkten liegt — etwa ob du in einem bestimmten Zeitraum mehr wie der MSCI World oder wie ein konservatives 60/40-Portfolio abgeschnitten hast.

Was sagt mir der Tracking Error über mein Portfolio?

Tracking Error misst, wie sehr die Renditen deines Portfolios von den Benchmark-Renditen abweichen — als annualisierte Standardabweichung. Ein Tracking Error von 2% bedeutet, dein Portfolio weicht in einem beliebigen Jahr selten mehr als 2 Prozentpunkte vom Benchmark ab. Ein Tracking Error von 15% bedeutet, du machst sehr konzentrierte aktive Wetten mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen als der Index. Hoher Tracking Error ist nicht inhärent schlecht — er ist der Preis einer aktiven Strategie. Die Frage ist, ob du dafür mit positivem Alpha entschädigt wirst.

Welchen Benchmark sollte ich für ein ETF-Portfolio verwenden?

Für ein global diversifiziertes ETF-Portfolio (z.B. MSCI World + Anleihen) ist der richtige Benchmark ein Mix, der deinen Zielgewichten entspricht — beispielsweise 70% MSCI World + 30% globaler Anleihenindex. Wenn dein ETF-Portfolio 100% Aktien ist, sind MSCI World oder MSCI ACWI die Standardreferenzen. Vermeide den Vergleich eines diversifizierten ETF-Portfolios mit dem S&P 500, der nur US-Unternehmen abdeckt.

Bedeutet negatives Alpha immer, dass ich zu einem Indexfonds wechseln sollte?

Nicht unbedingt. Wenn dein Portfolio niedrigere Volatilität und kleinere Drawdowns als der Benchmark hat — mit negativem Alpha aber wesentlich weniger Risiko — kann das ein absichtlicher und akzeptabler Trade-off sein. Bewerte Alpha immer zusammen mit maximalem Drawdown, Sharpe-Ratio und Volatilität. Ein Portfolio, das -8% verliert, wenn der Benchmark -20% macht, hat negatives Alpha, aber klar bessere risikoadjustierte Performance.

Was tun, wenn mein Portfolio keinen klaren Äquivalenzindex hat?

Erstelle einen benutzerdefinierten gemischten Benchmark. Ein Portfolio aus 50% Aktien, 25% Anleihen, 15% Krypto und 10% Rohstoffe könnte beispielsweise gegen 50% MSCI World + 25% globaler Anleihenindex + 15% Bitcoin-Preisindex + 10% Rohstoffindex verglichen werden. DonkyCapital lässt dich jeden solchen Mix mit benutzerdefinierten Gewichten erstellen und kontinuierlich verfolgen.

Soll ich einzelne Positionen oder nur das Gesamtportfolio benchmarken?

Beides hat Wert, aber der Portfolio-Gesamtvergleich ist am wichtigsten. Der Diversifikationseffekt zwischen Positionen bedeutet, dass das Portfolio als Ganzes anders reagiert als eine einzelne Position. DonkyCapital unterstützt positionsbezogenes Benchmarking — zum Beispiel deinen Tech-Aktien-Pick gegen den NASDAQ zu vergleichen — aber der umsetzbarste Insight kommt aus dem Gesamtportfolio-Vergleich.

Wie oft sollte ich den Benchmark-Vergleich überprüfen?

Monatlich ist für die meisten Anleger ausreichend. Zu häufiges Prüfen (täglich, wöchentlich) kann emotionale Reaktionen auf kurzfristiges Rauschen auslösen, das keine Bedeutung für die langfristige Strategie hat. Überprüfe den Benchmark-Vergleich ernsthaft vierteljährlich und jährlich und nutze die Daten für ruhige, evidenzbasierte Anpassungen deiner Strategie.

Vergleiche dein Portfolio mit jedem Benchmark in DonkyCapital

Lege deinen Ziel-Benchmark fest — MSCI World, S&P 500 oder ein benutzerdefinierter Mix — verfolge dein Alpha im Zeitverlauf und verstehe, ob deine Anlageentscheidungen wirklich Mehrwert schaffen.

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